Stadtteile


Binzgen
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Binzgen ist ein Dorf im vorderen Hotzenwald mit 1100 Einwohnern in einer Höhenlage von 390 Metern ü.d.M. und 328 ha. Es wurde im Jahre 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname lautete damals "Büntzkon", später Büntzgen. Am 1. Mai 1972 wurde es mit der Stadt Laufenburg vereinigt. 328 ha - Die grüne Tanne im Wappen des in einer Urkunde von 1344 genannten Ortes "Büntzkon" weist auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein und damit auch zur Einung Murg hin. Der Ort gehört zum vorderen Hotzenwald und zählte bei seiner Eingliederung 885 Einwohner. Die ebenfalls im Wappen den Tannenbaumstamm kreuzenden Sensen sollen auf die große Bedeutung der Landwirtschaft in früherer Zeit hinweisen. Im Mittelalter wurde auch am "Hännerwuhr" in mehreren Schmelzöfen und Hammerschmieden Eisen bearbeitet. Im letzten Jahrzehnt ist in Binzgen ein ausgedehntes Wohnbaugebiet erschlossen worden.

Grunholz
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625 Einwohner - 350 Meter über NN - 122 ha - Auf die frühe Besiedlung des Stadtteils Grunholz weisen Funde aus der mittleren und jüngeren Steinzeit in der näheren Umgebung hin. Urkundlich wurde der Weiler erstmals im Jahre 1281 erwähnt. Die Tanne im Wappen deutet ebenfalls auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein. Die dort abgebildeten Nägel aber sollen an das im Ort stark vertretene Nagelschmiedehandwerk erinnern.

Hauenstein
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97 Einwohner - 320 Meter über NN - 30 ha - Von der in diesem Stadtteil befindlichen Burg erhielt das Gebiet des heutigen Hotzenwaldes einst seinen Namen, nämlich die "Grafschaft Hauenstein". Mit dem Wechsel der Reichsvogteirechte "über den Wald" ging wahrscheinlich 1152 die Burg an Rudolf von Habsburg. Die Herzöge von Habsburg-Österreich verliehen der kleinen Ortschaft 1317 städtische Privilegien. Hauenstein ist aber Stadt im eigentlichen Sinne niemals geworden, da ihr wesentliche Merkmale zu einer Stadt, die Stadtbefestigung und ein eigener Stadtbann mit Gerichtshof, fehlten. Als das Waldvogteiamt um die Wende des 15/16. Jahrhunderts nach Waldshut übergesiedelt war, verlor der Ort seine Bedeutung als politisches Zentrum.

Hochsal
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555 Einwohner - 450 Meter über NN - 439 ha - 1239 wurde der Ort erstmals unter dem Namen "Hochsala" erwähnt. Dieser Name weist auf ein Königsgut und auf eine sehr frühe Besiedlung hin. Von hier aus muss die Besiedlung des Hotzenwaldes nach Norden hin erfolgt sein, was aus der politischen Bedeutung des Ortes im Mittelalter, vor allem aber aus seiner Pfarrei als einer weitausgedehnten Urpfarrei geschlossen werden kann. Der Pfarrsprengel reichte damals von Albbruck und Rhina, im Rheintal über Rotzel, Niederwihl nach Herrischried, hinunter zur Wehra bis nach Todtmoos hoch. Das Patronat oblag dem Stift Säckingen. Hochsal war von den Salpeterunruhen im 18. und 19. Jahrhundert betroffen; seine Bedeutung als Einigungsort verlor die Gemeinde mit dem Anschluss an das Großherzogtum Baden im Jahr 1806.

Luttingen
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1.102 Einwohner - 320 Meter über NN - 251 ha - Im Kodex des Klosters Lorsch wurde der heutige Stadtteil schon 788 als "villa Lutinga" erwähnt. Der Ort gehörte ebenfalls zur Grafschaft Hauenstein und innerhalb der Grafschaftsverfassung zur Einung Hochsal. Zusammen mit Grunholz und Stadenhausen führte Luttingen wegen der Weidgangsrechte in der Laufenburger Allmende im Jahre 1515 einen Prozess, der nach mehrjährigem Streit mit dem Schiedsspruch endete, dass die drei Dörfer während des Jahres über, mit Ausnahme der Monate April und Mai, ihr Vieh in den Allmendwald treiben durften. Nach erneuten Streitigkeiten zwischen 1783 und 1791 verzichteten allerdings diese Ortschaften gegenüber der Stadt Laufenburg auf ihre Weiderechte. Zum Ausgleich wurde ihnen der "Mündehau" und die "große und kleine Mündematte" im Ostbezirk der Allmende abgetreten.

Rotzel
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518 Einwohner - 750 Meter über NN - 723 ha - Durch Rotzel, mit seiner 724 ha umfassenden Gemarkungsfläche, hat Laufenburg den größten Gebietszuwachs nach der Eingliederung erhalten. Der Ort Rotzel wurde urkundlich erstmals 1266 als "Rotsol" genannt. In den Auseinandersetzungen um die im vorangegangenen Kapitel beschriebenen Weiderechte trat aus Rotzel ein gewisser Ulrich Klein als Zeuge auf. Es ist urkundlich belegt, dass im Jahre 1532 beim Brückenbau in Laufenburg für den Mittelpfeiler Steine verwendet wurden, die "ulf Rotzenwyl ulf dem Schwartzwald" gebrochen waren. Als "Vater der Landweber" wurde der 1873 in Rotzel geborene Fridolin Jehle weit bekannt, weil er sich um den Fortschritt der Bandweberei und damit um die Heimarbeit auf dem Hotzenwald sehr verdient gemacht hatte.

Stadenhausen

Zwischen Luttingen und Laufenburg bildet der Rhein einen halbkreisförmigen Bogen - Stadenhausen. An der tiefsten Biegung liegt am Gestade das kleine Dorf Stadenhausen. Seine Lage gab ihm den Namen. Stadenhausen wird als die Mainau von Laufenburg gepriesen, denn hier gedeiht in einem besonders begünstigten Klima hervorragend Kern- und Steinobst sowie Beeren. Im Frühjahr überzieht ein wahrer Blütenzauber die Landschaft.

Rhina

Auf der Oberen Sitt stand von 80 bis 260 n. Chr. ein römischer Gutshof. Der Ort Rhina ist 1281 erstmals belegt als Teil der Pfarrei Murg und herrschaftlich des Damenstifts Säckingen. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden erlangte er 1833 politische Selbständigkeit.
Nach dem Bau des Flusskraftwerks Laufenburg auf Rhinaer Gemarkung siedelte sich auch Industrie in Rhina an.